Macht Bitcoin die Reichen reicher?

Aktualisiert: Feb 6

Bitcoin ist ein Beispiel dafür, wie am Ende die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Ein Plädoyer für nachhaltiges Investieren.



Der zentrale Gedanke von Bitcoin ist genial. Eine dezentrale Währung aufzubauen, die niemanden gehört. Den Bitcoin auf 21.000.000 Stück zu begrenzen, damit keine Inflation und Geldeentwertung wie bei den FIAT-Währungen entsteht.

Die Freude ist groß, dass nun institutionelle Investoren einsteigen und damit der Kurs in die Höhe getrieben wird. 8.759,00% Kurssteigerung und die Kursrally geht weiter. Viele sehen den Kurs bei 300.000 €, 400.000 € sogar 1.000.000 €. Bitcoin scheint von unschätzbaren Wert zu sein.

Die Frage ist: Wer gewinnt derzeit am Bitcoin?


Das Pareto-Prinzip ist ein erprobtes Naturgesetz und es spiegelt sich beim Bitcoin wieder. Über Jahre haben viele kleine Miner nach dem Bitcoin geschürft. Zum Teil wurde dieser verschenkt.


Heute kaufen immer mehr institutionelle Anleger Bitcoin. Bezahldienst Square des Twitter-Mitgründers Jack Dorsey legte beispielsweise 50 Millionen Dollar seiner Cash-Reserven in Bitcoin an. Renommierte Banken und Tech-Investoren investieren hunderte Millionen Euro bzw. USD in den Bitcoin.


Der Kurs wird dadurch angetrieben, dass das Angebot von Bitcoin auf dem Markt knapper wird. Je weniger Handelsvolumen, desto höher der Preis. Bitcoin leidet immer mehr an Verknappung, da dieser in den Wallets schön warm aufbewahrt bleibt.



Welchen Sinn hat der Bitcoin für die kleinen und mittelständischen Unternehmen? Hilft der Bitcoin unsere aktuellen Probleme zu lösen? Löst er die Armut?

Wir beklagen uns alle, dass immer mehr Großunternehmen wie Apple, Facebook oder Google die Macht übernehmen. Wir haben Angst vor der totalen digitalen Diktatur. Wir beschweren uns, das Unternehmen wie Amazon zu mächtig geworden sind. Der Mittelstand stirbt seit Jahren aus, da dieser gegenüber Großkonzernen nicht wettbewerbsfähig genug ist.


Viele normale Menschen in Deutschland können sich in Großstädten keine Wohnung mehr leisten. Es braucht zwei Einkommen, um zu überleben. In der Brandeins gibt es einen wunderbaren Artikel dazu.


Was kann jeder Einzelne von uns tun?

Wir können darüber entscheiden, welche Konzerne wir unterstützen.

Investieren wir das Geld in nachhaltige Investments, die das Gemeinwohl und die Nachhaltigkeit fördern. Investieren wir in Unternehmen, die menschenorientiert sind. Kaufen wir lieber Produkte, bei denen das Geld in der Wirtschaft ankommt. Unterstützen wir Banken, die bereits nachhaltig handeln.


Oder geben wir lieber das Geld für Unternehmen aus, die keine Steuern in Deutschland bezahlen und Arbeitsplätze vernichten. Investieren wir in Aktien und Kryptowährungen, die keinen realen Nutzen der Wirtschaft bringen? Oder unterstützen wir unseren Mittelstand, Selbstständige und Kleinunternehmer?



Was sagen unsere Kinder dazu?


Die zentrale Frage ist: Welchen Schuhabdruck möchten wir hinterlassen? Ist Profitgier wichtiger als die Liebe zur Menschheit und unseren Kindern?


Du kannst unsere gelebten Werte hier nachlesen.