Steuerliche Behandlung von Photovoltaikanlagen 

Photovoltaik gehört zu den wenigen Investments, bei denen die Einkommens- und Lohnsteuer für den Vermögensaufbau effektiv genutzt wird. Damit wird ein attraktiver Vermögenshebel genutzt, um nachhaltig die Lücke in der Altersvorsorge zu schließen. 

Das heutige Grundproblem ist, dass durch die lang andauernde Nullzinsphase Betriebsrenten, Sparpläne oder Renten- und Lebensversicherungen zu Rentenbeginn eine massive Deckungslücke erzeugen werden, die es zu schließen gilt.

Die Investition in eine Photovoltaik-Anlage kann in drei Schritten steuerlich abgesetzt werden:

1. Investitionsabzugsbetrag

Schreibe 40% des Netto-Verkaufspreises im Jahr vor der Anschaffung ab.

2. Sonderabschreibung

Schreibe 20% des Nettoverkaufspreises beliebig innerhalb der ersten fünf Jahre ab. 

3. Lineare Abschreibung

Schreibe 20 Jahre lang 5% des restlichen Nettowertes (nach IAB und Sonderabschreibung) ab.

1. Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g Abs. 1 ESTG
Liegen die Anspruchsvoraussetzungen vor, können maximal 50 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungskosten als fiktive Betriebsausgaben im Jahr vor der Anschaffung abgezogen werden. Wird ein IAB in der Steuererklärung angegeben, muss dieser innerhalb von drei Jahren geltend gemacht werden. Ansonsten wird der IAB rückwirkend aufgelöst.

 

Der Höchstbetrag liegt bei 200.000 €. Unterlagen für einen konkreten Nachweis der spezifischen Investitionsabsicht sind jetzt nicht mehr erforderlich. Die Gesetzesänderung vereinfacht somit die Anwendung des § 7g EStG. Investoren können erheblich flexibler steuerbegünstigt investieren.

2. Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 ESTG
Zusätzlich sind Sonderabschreibungen in Höhe von bis zu 20 % der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten möglich, die beliebig über die ersten fünf Jahre verteilt werden können. Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibung und lineare Abschreibung ist der Restbuchwert nach der Bildung des IABs.

3. Lineare Abschreibung
Bei der Einnahmenüberschussrechnung sind die Regelungen über die Absetzung für Abnutzung (AfA) zu befolgen, d.h. die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage (gemindert um evtl. Zuschüsse, vgl. IV./5.) sind auf die steuerliche Nutzungsdauer von 20 Jahren zu verteilen und in gleichen Jahresbeträgen (jährliche AfA = 5 %) zu berücksichtigen. Im Jahr der Fertigstellung, kann die AfA allerdings nur zeitanteilig vorgenommen werden, also für die noch verbleibenden Monate des Jahres.

Die Steuerersparnis bei einer Investition von 200.000 € beträgt 49.500 €.

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